Jean Baptiste Huber

Rechtsanwalt und Urkundsperson

Haftpflicht- und Versicherungsrecht

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E-Mails verschlüsseln

Unverschlüsselte e-Mails sind unsicher, da sie unter gewissen Umständen auch von Dritten gelesen wer- den können ("The security of electronic mail sent through the Internet may be described in exact three words: there is none." - Matt Bishop). Sie können Ihre e-Mails an mich mit der kommerziellen Software PGP Pretty Good Privacy oder der kosten- losen Software GnuPG verschlüsseln.

Meinen öffentlichen PGP-Schlüssel finden Sie hier oder auf den öffentlichen Schlüsselservern.

Verschlüsseln ist nicht kompliziert...

Die Verschlüsselung von E-Mails ist grundsätzlich nicht sehr kompliziert. Allerdings ist es relativ müh- sam, die geeignete Software zu finden und zu in- stallieren. Ich habe Ihnen deshalb einige Vorschläge für Windows- und Mac-Benutzer zusammengestellt.

Die Vorschläge basieren auf GnuPG (oder kurz GPG), einem kostenlosen Verschlüsselungs- programm, dessen Quellcode publiziert ist. Man kann deshalb davon ausgehen, dass keine Hintertüren eingebaut sind, die irgendwelchen Geheimdiensten den Zugriff ermöglichen (ein Verdacht, der gegenüber der kommerziellen Verschlüsselungssoftware PGP geäussert und nie ganz ausgeräumt wurde; vgl. etwa hier...).

Meine Vorschläge beschränken sich auf die Installation der Software. Hinweise zur Funktion von GnuPG sowie weiterführende Links finden Sie u.a. bei Wikipedia.

GPG für Windows-User

Die eigentliche Verschlüsselungssoftware GnuPG (oder kurz GPG) finden Sie hier... Achten Sie darauf, dass Sie die neuste zuverlässige Version (aktuell: GnuPG 1.4.2 compiled for Microsoft Windows) und zwar ein sog. binary package herunterladen (neben dem Link mit "b" gekenn- zeichnet). Die Installation ist selbsterklärend.

Da es sich bei GnuPG um ein Kommando- zeilen-Programm handelt (bei dem relativ kom- plizierte Befehle über die sog. Kommandozeile eingegeben werden müssen), können Sie mit dem Programm vermutlich noch nicht so viel anfangen. Um die Handhabung zu erleichtern, wurden ver- schiedene grafische Benutzeroberflächen entwickelt. Diese können Sie erst installieren, nachdem Sie GnuPG installiert haben.

Benutzeroberfläche für Thunderbird

Benutzer des kostenlosen E-Mail-Programms Thunderbird (deutschsprachiger Download hier...) laden sich am Besten die sog. Extension Enigmail herunter. Sichern Sie die Extension auf dem Desktop (oder an einem anderen Ort, wo Sie sie wieder finden). Zur Installation öffnen Sie in Thunderbird das Menu "Tools", wählen den Menupunkt "Extensions", klicken "+" und markieren die zuvor gespeicherte Extension. Diese integriert sich nahtlos in Thunderbird. Achtung: versuchen Sie nicht, die Extension von der Mozilla-Seite herunterzuladen. Dort finden Sie nämlich nur die Linux-Version (Stand 14.11.2005).

Benutzeroberfläche für Outlook

Für Outlook-Benutzer wird es etwas komplizierter. Nebst einem Plugin für Outlook benötigen Sie zusätzlich einen sogenannten Keymanager, mit dem Sie die Krypto-Schlüssel verwalten können. Ich empfehle Ihnen WinPT Windows Privacy Tray. Laden Sie die "latest testing version 0.10.1" herunter. Diese läuft stabiler als das mit einem Installer versehene Komplettpaket inklusive GPG. Entpacken Sie die mit ZIP komprimierten Dateien durch Doppelklick und kopieren Sie sämtliche Dateien in ein neu erstelltes Verzeichnis ".../Programme/WinPT" (meistens "C:/Programme/WinPT"). Dort lassen Sie das Programm vorläufig.

Nun installieren Sie das Outlook-Plugin g10Code, das Sie hier herunterladen können. Die als "Outlook-Plugin Version 0.9.3 - Beta" bezeichnete Version läuft stabil.

Kontrollieren Sie nun nach, ob im Outlook-Plugin die Pfade auf GPG und WinPT richtig gesetzt sind. Die Pfade finden Sie folgendermassen:

Konfiguration PGP-Plugin für Outlook 1 Konfiguration PGP-Plugin für Outlook 1 Konfiguration PGP-Plugin für Outlook 1 Konfiguration PGP-Plugin für Outlook 1

Normalerweise erkennt das Outlook-Plugin die Pfade automatisch. Falls die Felder leer sind, müssen Sie die Pfade selbst suchen. Sie müssen im obersten Feld den Pfad zu GPG einsetzen. Dieser lautet in meisten Fällen so wie in der obigen Abbildung. Als Pfad zum Keymanager setzen Sie den Pfad zu dem Ort ein, an dem Sie WinPT hingespeichert haben (beispielsweise "C:\Programme\WinPT\WinPT.exe"). Damit der Keymanager richtig aufgerufen wird, müssen Sie nach dem Pfad zusätzlich hinschreiben "--keymanager". Das ganze sieht dann wie folgt aus "C:\Programme\WinPT\WinPT.exe --keymanager".

Bevor Sie nun direkt aus Outlook heraus Nachrich- ten ver- und entschlüsseln können, müssen Sie ein eigenes Schlüsselpaar erzeugen und die öffentlichen Schlüssel ihrer Mailpartner importieren. Öffnen Sie dazu den Keymanager über das entsprechende Icon in der Outlook-Bedienungsleiste. Wie Sie danach weiter vorgehen müssen, entnehmen Sie Kapitel 4 des Handbuchs zu WinPT, das Sie hier finden.

GPG für Mac-User

Auch als Mac-User müssen Sie sich die Grund-Software GPG herunterladen und installieren. Sie finden diese hier...

Benutzeroberfläche für Apple Mail

Falls Sie das E-Mail-Programm Apple Mail benutzen (das auf dem Mac vorinstalliert war), empfehle ich Ihnen, den Keymanager "GPG Keychain" oder auf Deutsch "GPG Schlüsselbund" (eine Benutzeroberfläche zur Schlüsselverwaltung) herunterzuladen und zu installieren. Diese Software finden Sie hier...

Weiter benötigen Sie das GPG-Mail-Plugin für AppleMail, das Sie hier finden:

Benutzeroberfläche für Thunderbird

Benutzer des kostenlosen E-Mail-Programms Thunderbird (deutschsprachiger Download hier...) laden sich am Besten die sog. Extension Enigmail herunter. Sichern Sie die Extension auf dem Desktop (oder an einem anderen Ort, wo Sie sie wieder finden). Zur Installation öffnen Sie in Thunderbird das Menu "Tools", wählen den Menupunkt "Extensions", klicken "+" und markieren die zuvor gespeicherte Extension. Diese integriert sich nahtlos in Thunderbird. Eine Schlüsselverwaltung ist hier schon integriert.

:: 17.11.2005

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